Ernährung

Da Eichhörnchen zu den Allesfressern gehören ist die Speisekarte ziemlich lang. Natürlich eignen sich Eichhörnchen in der Obhut des Menschen etwas andere Futtergewohnheiten an als in der Natur. Es bleibt aber zu sagen, dass sie auf jeden Fall unkomplizierte Mitbewohner sind. Nahezu alles was man ihnen anbietet wird dankbar angenommen. Wer sich nicht ekelt, kann sogar ab und an ein Eintagsküken (gibt es eingefroren zu kaufen) verfüttern. Dieses wird dann bis auf die Knochen gierigst abgenagt. Die Nahrungsaufnahme beginnt auch bei Volierenhaltung mit dem Morgengrauen.
Im Winter verschwinden die Hörnchen dann auch gleich wieder nach dem Futtern in ihren Kobel und sind den Rest des Tages nicht mehr zu sehen. Erst am frühen Abend (gegen 17.00 Uhr) verlassen sie ihr Nest erneut, um sich Vorräte zu hamstern oder sich noch mal richtig sattzufressen.

Zuerst möchte ich Euch eine Liste aufzeigen mit dem Nahrungsangebot der Natur. Wenn Ihr Lust habt könnt Ihr Euren Hörnchen gelegentlich Leckerbissen aus der Natur sammeln und anbieten. Das schmeckt den Eichhörnchen und senkt zudem noch die Futterkosten. Überhaupt solltet ihr aufpassen, dass Eure Eichhörnchen nicht zu verwöhnten Leckermäulchen werden, denn schnell haben sie raus, dass Haselnüsse doch irgendwie besser schmecken als Sonnenblumenkerne…..und das kann ganz schön auf das Budget schlagen.

 
SPEISEPLAN NATUR:
SPEISEPLAN VOLIERE:
frische Knospen
junge Triebe

Baumsaft
Haselnüsse
Walnüsse

Tannen-,
Fichten-,
Hainbuchen-,
und Kiefernsamen

Fichtengallen
Kastanien
Eicheln
Bucheckern

Ameiseneier
diverse Kleininsekten
Schnecken
Blattläuse

Pilze
Jungvögel
Sonnenblumenkerne
Karotten
Äpfel
Kiwis
Brombeeren
Maiskolben
Trauben

Mehlwürmer
Hagebutten von Wildrose
Zirbelnüsse
Rosinen
Nagerrollis
Kürbiskerne
Insekten bzw. Weichfutter
Johannisbrot
Trockenfrüchte, Haferkerne und Haferflocken
Zwieback
Babygetreidebrei

Ich bevorzuge es ein gutes Basisfutter zu verfüttern, welches ich je nach Jahreszeit und Bedarf (zum Beispiel Trächtigkeit) mit den verschiedenen Zutaten aufwerte. Vorlieben werden natürlich gerne berücksichtigt.

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"Leipziger Allerlei"

Allerwichtigst ist (wie bei allen anderen Tieren auch) daß immer reichlich frisches Wasser zur Verfügung steht. Nahezu bei jeder Nahrungsaufnahme kann man die Eichhörnchen am Wassernapf sehen. Wenn im Winter das Wasser zufriert und der Wassernapf tief genug ist, nagen sich die Eichhörnchen einfach ein Loch in die Eisschicht. Man muss nicht -wie zum Beispiel bei Meerschweinchen- gleich morgens nach dem Aufwachen Angst haben, dass die Hörnchen verdurstet sind. Sie wissen sich ganz gut zu helfen und decken ihren Wasserbedarf notfalls auch schon mal dadurch, dass sie Schnee „essen“.

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Beim Trinken

Damit will ich natürlich nicht sagen, dass ihr den Wasserbedarf nicht sicherstellen müsst, sondern vielmehr darauf hinweisen, dass ich das Aufstellen von Heizplatten für völligst überflüssig (und wegen der nötigen Kabel auch für gefährlich) halte.

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Ahornsamen schmecken lecker !

Auch Eichhörnchen aus der Volierenhaltung legen sich Ihre Vorräte für den Winter an. Emsig buddeln sie ein Loch nach dem anderen und füllen es mit Leckereien auf. Ein paar Sachen verschwinden im Kobel und werden -soweit Mitbewohner vorhanden sind- auf`s Äußerste verteidigt. Da kann es schon mal passieren, dass man vor sich hingammelnde Pilze irgendwo im Geäst entdeckt. Diese sollte man aus hygienischen Gründen sofort entfernen. Ich halte es immer so, dass verbuddelt und versteckt werden darf was eine harte Schale hat. Handelt es sich aber um Rollis, Pilze, Gemüse etc. ist der „Gammelfaktor“ einfach zu hoch.
Verderbliche Futtermittel gibt man immer nur in kleinen Schälchen und kleinen Mengen aus. Am besten, die Hörnchen holen sich Verderbliches direkt aus ihres Menschen Hand. Dann ist der Neidfaktor der anderen so groß, daß sie sich sogleich in eine Ecke verziehen und gemütlich vor sich hinmümmeln.

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Pinienzapfen

Zum Schluß noch ein paar angenagte Dinge:

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Angenagte Wal- und Zirbelnüsse

 

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