Wurmelworld | Informationen rund um unsere Eichhörnchen
Auf dieser Seite lesen alle Informationen rund um Lebensraum und Körperbau von Eichhörnchen
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Klasse: Säugetiere
Ordung: Nagetiere (Rodentia)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Gattung: Hörnchen (Sciurus)

Eichhörnchen erreichen ein Körpergewicht zwischen 210 und 450 Gramm. Ohne Schwanz beträgt die Körperlänge ca. 20-25cm, dieser kommt mit etwa 20 cm noch hinzu. In der Regel werden die Böckchen größer und schwerer als die Weibchen, ebenso wie die schwarzen Eichhörnchen gegenüber den Roten. Eine Besonderheit der Hörnchen äußert sich darin, daß sie an den Vorderpfoten nur vier ausgebildete Finger besitzen. Der fünfte Finger (der Daumen) ist nur andeutungsweise vorhanden und dient dem Halten der Nüsse. Die Finger sind mit extrem scharfen Krallen ausgestattet und enorm beweglich. Dies kommt unseren Eichhörnchen beim Empor- und Hinabklettern von Bäumen zugute. Eichhörnchen besitzen die wundervolle Eigenart kopfüber einen Baum hinabklettern zu können, was ihnen einen Vorteil bei der Flucht verschafft. Da Eichhörnchen zu den Sohlengängern gehören, kann man ihre Spuren im Schnee sehr gut von anderen Tieren unterscheiden.

eichhoernchen_baum
geschlecht

2x im Jahr durchlaufen Eichhörnchen einen Fellwechsel. Die Weibchen setzen früher zum Fellwechsel an, da dieser bis zur Geburt der Jungtiere abgeschlossen sein muss. Ohrpinsel und Schwanzhaare, die unsere Eichhörnchen charakterisieren fallen nur im Frühjahr aus und werden bis zum Winter wieder nachgebildet. Aufgrund der höheren Anzahl der Wollhaare im Winter, ist das Fell dichter und erscheint auch matter und farbloser als im Sommer. Ausschlaggebend für die Fellfarbe sind nämlich die Grannenhaare. Allen Eichhörnchen gleich ist die weiße Unterseite des Bauches, während die eigentliche Fellfarbe je nach Herkunft, Vererbung und äußeren Umständen variiert.

 

Das Geschlecht lässt sich bei Eichhörnchen nur bei genauerem Hinsehen erkennen. Bei den Weibchen ist der Abstand zwischen der Genital- und Analöffnung wesentlich geringer als bei den männlichen Tieren. In der Paarungszeit sind bei den Männchen jedoch die Hoden gut zu sehen, so dass sich die Unterscheidung der Geschlechter einfacher gestaltet.

Der Schwanz übernimmt viele Funktionen: Er schützt vor Kälte, vor zuviel Sonne, er wärmt die Jungen, dient beim Springen als Steuer, beim Klettern als Gegengewicht und ist auch Ausdrucksorgan und dient somit der Verständigung unter den Hörnchen. Wenn ein Eichhörnchen stark erregt ist (aus Angst oder Verärgerung) so wedelt es unter anderem wild mit dem Schwanz.

Seitlich am Kopf unserer Eichhörnchen sitzen die kleinen schwarzen Knopfaugen. Dadurch haben sie ein großes Blickfeld und können Distanzen sehr gut abschätzen. Das Farbensehen hingegen ist nicht so gut ausgebildet, ebenso wie das Sehen in der Dunkelheit. Um die Sehschwäche bei schwachem Licht auszugleichen verlassen sich die Tiere ganz auf ihren feinen Tastsinn und ihr gutes Gehör. Ferner verfügen Eichhörnchen über ein ganz besonders feines Näschen dank diesem sie ihre verbuddelten Vorräte auch unter einer dicken Schnee- bzw. Erdschicht „erschnuppern“ können.

Eichhörnchen bestitzen an den Augen, den Beinen, den Füßen, am Bauch und natürlich an der Schnauze und der Schwanzwurzel Tasthaare (Vibrissen). Diese dienen der Orientierung im Dunkeln, dem räumlichen Erkennen und als Gleichgewichtskontrolle beim Springen.

 

Zum Aufnagen der Nüsse besitzen Eichhörnchen im Ober- und Unterkiefer jeweils zwei Nagezähne, welche mit einem harten Zahnschmelz überzogen sind. Die unteren Zähne können aufgrund eines geteilten Unterkiefers gespreizt werden, wodurch die Hörnchen in der Lage sind, das Nussinnere bei Bedarf ( auch ohne die Nuss zu knacken ) herauszuholen. Die Zähne nutzen sich beim Aufnagen ab und bleiben so messerscharf. Sie können in einem Jahr bis zu 15cm nachwachsen. Dies ist möglich, da die Nagezähne nicht bewurzelt sind. Durch den täglichen Gebrauch würden sich die Nagezähne sonst abnutzen. Gepflegt werden diese indem Eichhörnchen abgenagte Zweige in den Mund nehmen, den Kopf zurückziehen und somit den Zweig durch die Zahnzwischenräume ziehen. Sehen kann man nur die Nagezähne danach klafft eine Zahnlücke, welche man Diastema nennt (die Eckzähne und vorderen Backenzähne sind nicht veranlagt), und schließlich folgen die hinteren Backenzähne welche bewurzelt sind. Das Knacken der Nüsse muss von Eichhörnchen erst gelernt werden. Zwar ist die Verhaltensweise angeboren, jedoch brauchen junge Eichhörnchen erst Übung, um die Nüsse effizient zu knacken und stellen sich anfangs auch etwas ungeschickt an. Die Nusssprengtechnik nach dem Aufnagen wird ihnen durch die muskelgesteuerten Nagezähne im Unterkiefer ermöglicht. Dazu unten eine kleine Grafik zur Verdeutlichung:

Zaehne
Erst wird ein Zweig abgenagt………
Zaehneputzen
...dann werden Zähne geputzt

Vor diesen spitzen und messerscharfen Zähnen sollte man sich lieber in Acht nehmen. Eichhörnchen sehen vielleicht niedlich aus, können aber sehr herzhaft zubeissen. Gerade wenn man sie fester hält als ihnen angenehm ist, wissen sie sich durch einen kernigen Biss gut zu helfen 😉

 

 

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